28. Juli 2010
Zeil und Herrmann: „Wichtige Verkehrskonzepte für die Region Garmisch-Partenkirchen und Bayern“
Innenminister Joachim Herrmann und Wirtschaftsminister Martin Zeil betonten, dass die Olympischen Winterspiele 2018 auch die einmalige Möglichkeit eröffnen, die Verkehrsinfrastruktur des Landkreises deutlich zu verbessern und damit unmittelbar die Wohn- und Lebens-bedingungen der Menschen. Herrmann und Zeil: „Die vor Ort seit langem geforderten Verkehrsprojekte wie Wank-Tunnel und Kramer-Tunnel, der Bau der B 2 neu zwischen Eschenlohe und Garmisch-Partenkirchen und eine verbesserte Bahnanbindung von Garmisch-Partenkirchen nach München können im Wege der Olympiabewerbung 2018 beschleunigt oder überhaupt erst ermöglicht werden.“ Die Staatsregierung ist über die Bereitstellung eines Sonderbudgets für die beschleunigte Realisierung der genannten Bundesfernstraßen sowie der erforderlichen Schieneninvestitionen in intensiven Verhandlungen mit dem Bundesfinanz- und -verkehrsministerium.
Dies umfasst folgende Maßnahmen im Straßen- uns Schienen-bereich:
Kramer-Tunnel (Ortsumfahrung Garmisch Bundesstraße B 23):
Realisierungszeitraum 2010 bis 2017; geschätzte Kosten 134 Mio. €.
Wank-Tunnel (Umfahrung Partenkirchen Bundesstraße B 2):
Realisierungszeitraum 2014 bis 2017; geschätzte Kosten 120 Mio. €.
4-streifiger Ausbau der Bundesstraße B2neu zwischen Eschenlohe und Garmisch-Partenkirchen:
Realisierungszeitraum 2011 bis 2017, geschätzte Kosten 223 Mio. €.
Ortsumfahrung Oberau Bundesstraße B 23:
Realisierungszeitraum 2016 bis 2017; geschätzte Kosten 8,1 Mio. €.
2-gleisiger Ausbau der Bahnstrecke München – Garmisch-Partenkirchen zwischen Uffing und Murnau:
Realisierungszeitraum 2014 bis 2017; geschätzte Kosten 22 Mio. €.
Darüberhinaus strebt die Staatsregierung bis 2018 eine Sanierung der A 8 Ost zwischen Inntal und Staatsgrenze sowie den Bau der Ortsum-fahrung Bad Reichenhall an.
Auch im Schienenbereich hat die Staatsregierung, so Zeil, ihre Haus-aufgaben gemacht. „Für alle maßgeblichen Eisenbahn- und S-Bahn-Strecken gibt es überzeugende Konzepte, deren Umsetzung Ober-bayern und dem ganzen Freistaat nachhaltig erhebliche Vorteile bringen wird“, so Zeil. Das von Staatsregierung und Landtag beschlossene Investitionspaket Bahnknoten München umfasst die 2. S-Bahn-Stammstrecke und den Erdinger Ringschluss, die von Bund und Freistaat gemeinsam finanziert werden. Dazu kommen die vom Bund zu finanzierenden Ausbaumaßnahmen Johanneskirchen – Daglfing, Walpertskirchner Spange und München - Mühldorf - Freilassing. „Im Rahmen der Untersuchungen der Olympiabewerbungsgesellschaft hat sich gezeigt, dass die 2. Stammstrecke unverzichtbar für die reibungslose Abwicklung des öffentlichen Personenverkehrs bei Olympischen Spielen ist“, erläuterte Zeil. Der Landesanteil für die 2. Stammstrecke und den Erdinger Ringschluss ist bereits sichergestellt, ohne dass dadurch bereits begonnene oder gesetzte weitere S-Bahn- und kommunale Maßnahmen beeinträchtigt würden. „Jetzt muss auch der Bund seinen Anteil vollständig bereitstellen. Wir brauchen auch dafür ein Sonderbudget ‚Olympia’ vom Bund“, forderte Zeil.
Der Freistaat hat bereits für ein modernes, leistungsfähiges und attraktives Angebot im Schienenpersonennahverkehr gesorgt. Ab 2013 gibt es im Nahverkehrsnetz zwischen München und dem Werdenfelser Land nach einer europaweiten Ausschreibung ein neues Angebot. Zeil: „Durch die Ausschreibung entstehen ganz erhebliche Verbesserungen für die Fahrgäste. Das Bahnangebot wird deutlich ausgeweitet. Es werden endlich neue Züge zur Verfügung stehen. Für den Zeitraum der Wettkämpfe wird der Freistaat weitere Angebote bereitstellen, die eine hervorragende Verbindung der Austragungsorte im öffentlichen Verkehr sicherstellen.“ „Wenn wir den Zuschlag bekommen, dann muss der Bund aus dem Sonderbudget Olympia einen zweigleisigen Abschnitt zwischen Tutzing und Murnau finanzieren, um zusätzliche Kapazität für dieses Großereignis zu schaffen“, erklärte Zeil. Derzeit werden auf der Strecke München – Garmisch bereits Maßnahmen aus Bundesmitteln umgesetzt, durch die rechtzeitig zur Ski-WM 2011 auch ohne Doppelspurabschnitte die Reisezeit verkürzt, die Pünktlichkeit verbessert und ein Halbstundentakt ermöglicht wird. Zudem werden wichtige Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut. „Ein Ausbau der Schieneninfrastruktur im Tourismus-, Export- und Transitland Bayern nützt nicht nur den Be-suchern der olympischen Spiele, sondern auch, dem Freistaat und der Bundesrepublik insgesamt, so dass ich fest auf die Unterstützung aus Berlin zähle“, so Zeil.
Der zum 5. Mal zum beliebtesten Flughafen Europas gewählten Flughafen München sorgt für eine hervorragende Anbindung an das nationale und das internationale Luftverkehrsnetz. Rund 33 Millionen Passagiere und 100 Luftverkehrsgesellschaften fliegen derzeit von München aus fast 250 Ziele in mehr als 70 Ländern rund um den Globus an. Mit seinen hochwertigen Einrichtungen, der geplanten 3. Start- und Landebahn und der Erweiterung des Terminals 2 wird der Flughafen den Anforderungen der Olympischen Spiele bestens gewachsen sein.
Quelle: Bericht aus der Kabinettssitzung (www.landesportal.bayern.de), 27.07.2010
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