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Pfaffenhofen, 31.05.2010

Wirtschaftsförderung ist zu Zeit in aller Munde. Doch wie die heimische Wirtschaft zu fördern ist, da bleiben die meisten Forderungen im Ansatz stecken. Wir von der FDP haben auch unter dem Aspekt der fehlenden Wirtschaftsförderung (und der Bildungspolitik) den Kreishaushalt 2010 abgelehnt. Während von vielen Kommunen verzweifelt nach zusätzlichen Einkommensquellen gesucht wird, fordert der FDP Kreisverband Pfaffenhofen ein radikales Umdenken. Es gibt auch Möglichkeiten, die mit wenig Kosten zu realisieren sind und ein gewaltiges Wirtschaftspotential bieten. Hier sind die Bürgermeister und ihre Stadt- und Gemeinderäte gefragt. Die FDP fordert hier konkret, dass die Städtebaupolitik wie in der Agenda21 beschlossen (Pfaffenhofen ist übrigens eine der Modellstädte, was wurde hier bisher getan?) auch für den ganzen Landkreis realisiert wird.

Es gibt viele Häuser in unserem Landkreis, die vor 30 oder 40 Jahren errichtet wurden. Diese Häuser besitzen die für unsere Gegend nicht typischen relativ flachen Hausdächer. Die Dachneigungen wurden auf 18 bis 25 Grad festgelegt. Damit verhinderte man damals planmäßig und auch erwünscht einen sinnvollen Dachausbau (Stichwort: Eigenheimzulage). Diese Festsetzung zur Bauweise des Dachgeschosses ist ein wesentlicher Teil der sonst eher spärlich regulierenden Bebauungspläne aus dieser Zeit.

Wir fordern hier eine Überarbeitung und Anpassung dieser nicht zeitgemäßen Bebauungspläne. Es gibt eine Anzahl von Gründen für diese Forderung.

1.    Die damals entstandene „flache“ Bebauung weist eher eine uniforme und monotone Ausstrahlung auf. Aus städteplanerischer Sicht ist aber eine typische regionale Bebauung das Steildach.
2.    Die Möglichkeit der Nachverdichtung durch Aufbau von Dachgeschossen betrifft viele Baugebiete im Landkreis (Beispiel: Stadt Pfaffenhofen, Bebauungsplan Nr. 5 Ziegellohfeld südl. der Hohenwarterstr.)
3.    Der Modernisierungsdruck bei diesem Gebäudebestand durch Abnutzung und höhere Ziele in der Umweltpolitik, kann ohne Aktivierung einer Baunutzungsreserve von vielen Eigentümern nicht erfüllt werden.
4.    Der Dachaufbau und die Möglichkeit zur Ertüchtigung des Gebäudes zur Aufteilung und Teileigentumsbildung schaffen Finanzierungsperspektiven für eine Modernisierung des Gesamtgebäudes. Damit verbunden ist eine nicht unerhebliche Stärkung der heimischen Wirtschaft in Bau und Handwerk.

Deshalb fordern wir die Städte, Gemeinden und das Landratsamt auf, alle alten Bebauungspläne auf den Prüfstand zu stellen und entsprechend zu ändern. Nach Möglichkeit sollte dies zeitnah geschehen.  Unsere Bürgermeister und Gemeindeverwaltung fordern wir auf,  diese nahezu kostenlose Förderung mit direkter Wirkung im regionalen Bereich nicht auf die lange Bank zu schieben. Ein  unbürokratisches und schnelles Handeln ist hier angesagt.