Presseerklärung zur Klausurtagung im Feb. 2010 des FDP Kreisverbands Pfaffenhofen
Am letzten Wochenende traf sich an zwei Tagen die Kreis FDP in den Räumen des KH Hotels in Geisenfeld und erarbeitete ein Positionspapier zur Stärkung unseres Landkreises Pfaffenhofen. Als Gast wurde Dr. Klaus Kocher begrüßt, der in Geisenfeld einen FDP-Ortsverband gründen will. Das wurde von allen Anwesenden mit Freude aufgenommen. Wer sich politisch betätigen und von Anfang an dabei sein will, kann sich bei Dr. Kocher unter der Rufnummer 0178-663 77 10 direkt melden.
Im Folgenden ein Auszug von 3 Punkten, die bei der Klausurtagung eine wesentliche Rolle gespielt haben.
FDP fordert 3. Gymnasium
Um die Chancengleichheit auch für die Schüler in unserer Region zu gewährleisten, will die FDP eine Reduzierung der Abbrecherquote und eine Erhöhung der Abiturientenzahl erreichen. Als unzumutbar wird auch empfunden, dass viel Zeit unserer Kinder auf dem Schulweg verbracht wird. Eine deutliche Reduzierung des Schulbusverkehrs ist notwendig. Eine weitere Forderung der FDP ist die Anpassung des Schulsystems in Pfaffenhofen an die Anforderungen unserer Zeit. Sinnvoller Weise sollte hier das Angebot vergrößert werden, beispielsweise durch einen Wirtschaftszweig. Dies ist nur mit der Installation eines weiteren Gymnasiums zu lösen. Alternativ könnte der Landkreis hier auch innovative Wege zum Beispiel durch ein dezentrales Gymnasium und Internetunterricht (virtuelle Schule) gehen. Denkbar wäre auch die gemeinsame Nutzung von leer stehenden Räumen anderer Schulen (z.B. Hauptschule Münchsmünster). So müssten nur wenige Lehrer den Einsatzort wechseln anstatt Horden von Schülern durch den halben Landkreis zu transportieren. Hier kann der Landkreis eine Vorreiterrolle für zukünftige Unterrichtstechnologien übernehmen.
FDP fordert mehr Ausbildung durch den Landkreis
Ein Kritikpunkt ist auch die Ausbildungsquote des Landkreises selbst. Im Verhältnis zu seinen Beschäftigten ist die Zahl der Ausbildungsplätze viel zu gering. In den Augen der Kreis FDP sollte diese Politik geändert werden und zumindest der Landkreis als Bildungsträger mit gutem Beispiel voran gehen. Momentan könnte der Landkreis auch bei einer vielleicht zukünftig schlanken Verwaltung die Zahl seiner Beschäftigten auf Dauer nicht aus den eigenen Reihen hervorbringen. Ein Umstand, der nicht akzeptabel ist. Längst fällig ist auch, dass darauf geachtet wird, mehr Schüler aus der Hauptschule auszubilden. Eine Aufwertung der Hauptschule soll die Wichtigkeit dieses Bildungsweges z.B. für das Handwerk verdeutlichen.
FDP fordert bessere Wirtschaftsförderpolitik
Die Wirtschaftsförderung war ebenfalls ein weiteres wichtiges Thema der Klausurtagung in Geisenfeld. Dass die ILM (Initiative Landkreis Management) mit ihren Zielen wichtig für den Landkreis ist, da waren sich alle Teilnehmer einig. Allerdings ist die ILM weder finanziell noch personell genügend ausgestattet. Hier muss mehr Professionalität gezeigt werden, um nicht, wie so manche guten Ansätze in unserem Landkreis, im Nichts zu enden. Es wäre wünschenswert, dass die ILM für Pfaffenhofen genauso effektiv und professionell arbeitet wie die IRMA für die Region.
Professionelle Wirtschaftsförderung ist dringend nötig um konkurrenzfähig auch gegenüber den Nachbarstandorten zu bleiben. Durch kluges politisches Handeln kann der Landkreis Pfaffenhofen deutlich gestärkt werden. Die FDP fordert eine grundlegende Änderung der Ausrichtung für die Wirtschaftsförderpolitik im Landkreis Pfaffenhofen. „Wir wollen keine Hochglanzprospektpolitik ohne Inhalte, sondern eine zukunftsweisende Ausformung der Wirtschaftspolitik im Landkreis“, so der Kreisvorsitzende Josef Postel.
Für die Teilnehmer der Tagung heißt es jetzt, die erarbeitenden Konzepte und Positionen in der kommunalen Politik umzusetzen.